REPORTAGE

Mission Erde: Dschungelparadies Costa Rica

Am 27.12.2020 geht eine Meldung um die Welt: Pete Bethune – eine DER Ikonen des internationalen Natur- und Tierschutzes – wird bei der Suche nach illegalen Goldwäschern im Dschungel von Costa Rica Opfer eines Schlangenbisses. Die Schlange, die ihn gebissen hat, ist eine der tödlichsten Schlangen des gesamten Planeten – eine Fer de Lance – eine Lanzenotter. Mit letzter Kraft schleppt sich Pete Bethune aus dem Dschungel. In den Tagen danach steht sein Leben auf Messers Schneide.

Es ist nicht abzusehen, wann – und ob überhaupt – einer der wichtigsten Kämpfer für den internationalen Naturschutz wieder in den Einsatz für unsere Natur gehen kann.

Für Robert Marc Lehmann ist es eine Herzensangelegenheit, sich auf den Weg nach Costa Rica zu machen, um seinem Freund Pete Bethune seine Unterstützung anzubieten. Doch zuerst gilt es, sich auf das bevorstehende Abenteuer und die lauernden Gefahren vorzubereiten, denn schließlich werden Robert und sein Team genau DAHIN gehen, wo auch Pete Bethune gebissen wurde.

In einer Schlangenfarm in Schladen macht Robert deshalb einen Giftschlangenkurs, um sich und sein Team aus einer heiklen Situation sicher und unbeschadet herausholen zu können. Hier in Schladen erwarten ihn über 200 Giftige Schlangen, einige von ihnen sind potenziell tödlich. Selbst für Robert, der mit acht Meter großen Hammerhaien taucht, ist das eine extreme Herausforderung, für die er all seinen Mut braucht!

Nach dem Crashkurs geht es für den Umweltschützer nach Costa Rica auf die ‘Modoc‘, das Schiff von Pete Bethune. Die ‘Modoc‘ ist nicht nur Roberts Zuhause für das bevorstehende Abenteuer, sie ist außerdem eine mobile Einsatzzentrale: Von hier aus werden alle Umweltschutzeinsätze geplant und durchgeführt. Es wird schnell klar, dass Pete Roberts Hilfe braucht, denn das angebliche Paradies und Paradebeispiel für Naturschutz ist in Gefahr, denn u.a. illegale Goldsucher, Wilderei und illegales Fischen werden immer mehr zu einer Bedrohung für diese Vorzeige-Region der Artenvielfalt und des Umweltschutzes.

Zusammen mit Rangern und dem speziell ausgebildeten Anti-Wilderer Hund ‘Appa‘, geht es für Robert und den angeschlagenen Pete, tief hinein in ein bildgewaltiges Dschungelabenteuer auf der Suche nach Umweltverbrechern – und tatsächlich müssen sie nicht lange suchen. Was Robert und sein Team hier sehen, macht selbst den weitgereisten Umweltschützer sprachlos. Dieser Einsatz beweist endgültig: Jede Unterstützung, jede helfende Hand, ist nötig, um das Paradies Costa Rica auch weiterhin zu erhalten.

Vor allem ein Tier steht hier sinnbildlich für das Verschwinden von besonderen Arten: der Mittelamerikanische Tapir. Im Nationalpark Corcovado macht Robert sich auf die Suche nach diesen bedrohten und einmaligen Tieren.

Der Corcovado ist der artenreichste Ort unserer Erde, hier sind Jaguare, hellrote Aras und Totenkopfäffchen zuhause, genauso wie giftige Schlangen… plötzlich befinden sich Robert und sein Team mitten in der Situation, die sie um jeden Preis vermeiden wollten: Auge in Auge mit der Gefahr. Nur wenige Meter vor ihnen, liegt eine Lanzenotter in Angriffsposition: Die Schlange, deren Biss Pete Bethune fast das Leben gekostet hat. Jetzt heißt es, Ruhe bewahren und volle Konzentration!

Die Suche nach dem Tapir gestaltet sich gefährlicher und herausfordernder als gedacht. Sollte es Robert nicht gelingen, eines dieser bedrohten Tiere zu finden, ist das nicht nur ärgerlich für den Wildlifefotografen, sondern ein schlechtes Zeichen für den Bestand der Tapire und somit für den gesamten Umweltschutz!

Wie wir alle etwas gegen das Verschwinden der Arten tun können, zeigt uns Robert auf seiner letzten Station in Costa Rica: In der La Tigra Lodge hat der Deutsche Rainer Stoll ein perfektes Beispiel für nachhaltigen Umgang mit der Natur und ökologisch korrektem Tourismus erschaffen. Hier gehen Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft einen GEMEINSAMEN Weg mit einem unglaublichen Ergebnis, das uns zeigt: Jeder einzelne von und kann etwas bewegen.

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